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Was ist Epilepsie?
Das Wort Epilepsie leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „Ergriffenwerden“ oder „Gepacktwerden“. Gemeinsame Ursache aller Epilepsie-Formen sind Attacken abnormer elektrischer Entladungen von Nervenzellen im Gehirn - sozusagen ein Gewitter im Gehirn. Die Entladungen stören das Zusammenspiel der Nervenzellen, und es kann beispielsweise zu unkontrollierten Bewegungen kommen.
Es gibt nicht „die“ Epilepsie
Die Epilepsie als einheitliches Krankheitsbild gibt es nicht. Unter dem Begriff Epilepsie sind verschiedene Erscheinungsformen zusammengefasst, die sich recht unterschiedlich äußern können.
Von einer wirklichen Epilepsieerkrankung kann man erst sprechen, wenn sich ohne erkennbare Reize epileptische Anfälle wiederholen. Vergleichbar ist dies mit einer einzelnen schweren Hustenattacke, die aber noch lange keine chronische Bronchitis bedeuten muss (vergleichbar Husten = Symptom; Bronchitis = Erkrankung).
Leider gehört die Epilepsie zu den Erkrankungen, über die nicht gerne geredet wird. Dies hängt natürlich auch damit zusammen, dass ein epileptischer Anfall Angst und Erschrecken auslösen kann.
Einzelner Anfall oder Erkrankung?
Ein einzelner epileptischer Anfall ist etwas sehr Häufiges. Fast jeder Zehnte in der Allgemeinbevölkerung erleidet irgendwann während seiner Lebenszeit einen einzelnen epileptischen Anfall. Der einzelne epileptische Anfall ist zunächst nur ein Zeichen einer akuten Störung des Gehirns. Ein einzelner Anfall bedeutet noch nicht, an Epilepsie erkrankt zu sein.
Behandlung ist möglich
Die Entwicklung moderner Medikamente, die einzeln oder in Kombination ein anfallsfreies Leben ermöglichen und dabei nebenwirkungsarm und einfach zu dosieren sind, haben wesentlich dazu beigetragen, dass die meisten Epilepsie-Patienten ein annähernd normales Leben führen können.
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