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Rolle von Erregung und Hemmung

Informationsaustausch
Im Gehirn sind Millionen von Nervenzellen ständig miteinander im „Gespräch“ und teilen sich über Nervenfortsätze, elektrische Impulse und Botenstoffe mit, die sich erregend oder aber auch hemmend auf die Nervenfunktionen auswirken können.

Eine geordnete Funktion des Gehirns ist nur möglich, wenn ein stabiles Gleichgewicht zwischen Hemmung und Erregung besteht (Abbildung unten, linke Seite).

Grafik: Verbindung zweier Nervenzellen über einen Nervenfortsatz

Aus dem Gleichgewicht
Im epileptischen Anfall kommt es zu einer plötzlichen Störung dieser Balance, sodass die Erregung deutlich größer wird als die Hemmung (Abbildung unten, rechte Seite). Dies bewirkt, dass plötzliche, elektrische Entladungen von einer Zelle ausgehend auf die Nachbarschaft übergreifen und somit eine ganze Region maximal erregen kann. Wenn das Gehirn nicht in der Lage ist, diese Erregung zu stoppen oder wenn keine Medikamente gegeben worden sind, kann sich diese Entladung wie ein Gewitter ausbreiten und das gesamte Gehirn befallen. So entsteht der große Anfall.

 

Illustration veranschaulicht anhand von Luftballons das Gleichgewicht zwischen Hemmung und Erregung im Gehirn.