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Zyklus und Empfängnisverhütung

Für viele Frauen, die unter einer Epilepsie leiden, stellen sich einige grundlegende Fragen. Hierzu gehören neben häufig auftretenden Zyklusstörungen vor allem die Frage der Empfängnisverhütung und Probleme im Zusammenhang mit Kinderwunsch und Schwangerschaft.

Foto: Packung mit Pillen zur Empfängnisverhütung

Zyklusstörungen
Bei Frauen mit Epilepsie kommen häufiger als bei gesunden Frauen gutartige Veränderungen der Eierstöcke vor. Diese Patientinnen haben während der Epilepsie-Behandlung meist an Gewicht zugenommen, haben seltenere Regelblutungen bzw. keine Blutungen mehr und können eine vermehrte Behaarung aufweisen. In diesen Fällen liegt häufig eine vermehrte Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone vor, die auch zu Unfruchtbarkeit führen kann. Leiden Sie unter den beschriebenen Beschwerden oder hat sich Ihr Kinderwunsch bislang noch nicht erfüllt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Unabhängig davon beobachten manche Frauen eine Häufung von Anfällen vor oder während der Menstruation. In diesen Fällen könnte eine hormonelle Behandlung möglicherweise eine Besserung bringen.

Empfängnisverhütung
Zur Empfängnisverhütung setzen viele Frauen hormonelle Verhütungsmittel ein. Hierzu zählen neben der „Pille“ auch die Drei-Monatspritze und das Hormonimplantat. Die meisten älteren Antiepileptika vermindern allerdings die Sicherheit hormoneller Verhütungsmethoden, da sie den Abbau der Hormone in der Leber beschleunigen.

Es kann auch vorkommen, dass eine "Pille" den Wirkspiegel Ihres antiepileptischen Medikaments herabsetzt und dadurch Anfälle mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten.

Möchten Sie sicher verhüten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob für Sie ein neues Präparat gegen die Epilepsie infrage kommt, das keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweist.