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Fachbegriffe
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Sekundenlange „Abwesenheit“ mit abrupt erstarrten Bewegungen. Meist in der Kindheit beginnend, früher als „Petit mal“ (frz. „Kleines Übel“) bezeichnet. Während des Anfalls besteht Bewusstlosigkeit, es können zusätzlich Zuckungen im Gesicht oder in den Beinen sowie Automatismen auftreten. |
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Anamnese: |
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Erfragung der Krankengeschichte durch den Arzt. |
Astatisch: |
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Ohne Muskelanspannung, wird auch als atonisch bezeichnet. |
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Anfall ohne Muskelanspannung, auch als astatisch bezeichnet: Patient sackt schlaff in sich zusammen. |
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Manchmal werden fokale Anfälle durch eine so genannte Aura („Vorbote“) eingeleitet: Sie dauert meist nur wenige Sekunden und kann sich beispielsweise als Übelkeitsgefühl, Geschmacks- oder Geruchsempfindung äußern. Typisch ist auch ein Fremdheitsgefühl in sonst vertrauter Umgebung oder umgekehrt das Erleben von Vertrautheit oder Wiedererkennen in einer unbekannten Umgebung. |
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Eine psychotherapeutische Methode, bei der man sich darauf konzentriert, bestimmte körperliche und geistige Funktionen zu beeinflussen und zu normalisieren. Eine spezielle anfallsverhindernde Wirkung ist aber nicht belegt. |
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Gleichförmig ausgeformte Bewegungsabläufe im epileptischen Anfall, z. B. mit dem Mund (kauen oder schmatzen), mimisch-gestische (wischen oder nesteln) oder laufende Bewegungen. |
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Engl. für „biologische Rückmeldung“. Mit Hilfe elektronischer Geräte werden eigene autonome Körperfunktionen verstärkt dargestellt und wahrgenommen. Durch Biofeedback werden z. B. der Herzschlag oder das Gehirnstrommuster zum Teil unter willentliche Kontrolle gebracht. Es kann zu Wohlbefinden und Entspannung kommen und ist als begleitende Maßnahme evtl. sinnvoll. |
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Elektroenzephalogramm: Schmerzlose und ungefährliche Methode zur Messung der Gehirnströme. Für ca. 30 Minuten werden auf der Kopfhaut kleine Metallknöpfe, die Elektroden, befestigt, mit deren Hilfe die elektrischen Impulse des Gehirns als Hirnstromkurve aufgezeichnet werden. |
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Fokal: |
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Auf bestimmte Gehirn-Bereiche beschränkt, oft auch als „partiell“ bezeichnet. |
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Fokale Anfälle, auch als partielle Anfälle bezeichnet, entstehen an einem bestimmten Ort in der Hirnrinde und bleiben oft auf diesen Bereich des Gehirns beschränkt, können sich jedoch auch ausweiten und in generalisierte Anfälle übergehen. Unterschieden werden: |
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Generalisierter Anfall: |
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Generalisierte Anfälle erfassen vom Beginn des Anfalls an beide Großhirnhälften gleichzeitig. Man unterscheidet: |
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Frz. „Großes Übel“. Frühere Bezeichnung des tonisch-klonischen Anfalls. |
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Epilepsie, bei der u. a. genetische Faktoren (Vererbung) eine Rolle spielen, die Ursache aber unklar ist. |
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Wiederholte rhythmischen Muskelzuckungen auf beiden Körperseiten oder am ganzen Körper. Tritt fast nur im Säuglings- und Kindesalter auf. |
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Kryptogene Epilepsie: |
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Epilepsie ohne nachweisbare Ursache, es wird jedoch eine Gehirnerkrankung vermutet. |
Liquor: |
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Hirn- und Rückenmarkswasser. |
Monotherapie: |
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Behandlung mit einem einzelnen Medikament. |
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Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie genannt. Magnetisches Verfahren zur bildlichen Darstellung des Gehirns. |
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Kurz auftretende, beidseitige Zuckungen der Arme und Beine, vorwiegend in den frühen Morgenstunden nach dem Aufstehen. Keine Bewusstseinsstörung. |
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Partiell: |
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teilweise |
Petit mal: |
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Frz. „Kleines Übel“. So wurden früher die so genannten Absencen bezeichnet. |
Retardpräparat: |
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Medikament mit verzögerter (retardierter) Wirkstofffreigabe zur Vermeidung kurzzeitig sehr hoher Wirkstoffkonzentrationen im Blut. |
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Es reiht sich ein Anfall an den anderen, ohne dass der Betroffene das Bewusstsein wieder erlangt: Sofort ärztliche Notfall-Hilfe rufen! |
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Teratogenes Risiko: |
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Risiko von Fehlbildungen beim Kind während der Schwangerschaft. |
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Alle Muskeln spannen sich an, der Patient wird steif und fällt zu Boden. Es treten keine zusätzlichen Muskelzuckungen auf. |
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Häufigste Form des so genannten generalisierten Anfalls, früher als „Grand mal“ (frz. „Großes Übel“) bezeichnet. |