Inhalt

Epilepsie erkennen

Der erste Anfall ist meist ein sehr einschneidendes Ereignis. Ein epileptischer Anfall muss jedoch nicht immer als solcher zu erkennen sein. Wenn der Verdacht besteht, dass es sich um einen epileptischen Anfall handeln könnte, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Bestätigt sich der Verdacht, erfolgt in der Regel eine Überweisung zu einem Spezialisten, einem Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems (Neurologen) oder einem Kinderarzt, gegebenenfalls an eine Epilepsie-Ambulanz oder ein Epilepsie-Zentrum.

Um die Diagnose einer Epilepsie stellen zu können, sind eine Reihe von Untersuchungen erforderlich:


Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)

Eine zentrale Rolle im ersten Gespräch mit dem Arzt spielt die Erhebung der Krankengeschichte und die Beschreibung der Anfälle, um mögliche Ursachen für die Erkrankung festzustellen. Da der Betroffene oft nur kurze Phasen oder gar nichts von den Anfällen mitbekommt, sind die Beobachtungen von Angehörigen und anderen Personen aus seinem Umfeld umso wichtiger.

Folgende Informationen zu einem Anfall sind wichtig und nützlich:

  • Was passierte zu Beginn des Anfalls: Gab es eine „Warnung“ oder „Vorboten“ (Aura); begann es in einer Körperhälfte?
  • Wurden „komische“ Empfindungen oder Sinneseindrücke erlebt: eigenartiger Geschmack, Gerüche, Geräusche, unerklärliches Empfinden von Furcht, Sprachstörungen?
  • Was geschah während des Anfalls: Bestand Bewusstlosigkeit? Traten ungewöhnliche Körperbewegungen auf? Wie lange dauerte er?

Sehr sorgfältig müssen außerdem mögliche individuelle Auslöser wie Fieber, Medikamente, Sucht, Alkoholismus oder Schlafentzug und weitere Erkrankungen in der Familie erfragt werden, um erworbene und genetische Risikoanteile zu erfassen. Eine Beschäftigung mit der Lebens- und Arbeitsituation des betroffenen Menschen ist ebenfalls wichtig.

Wichtige Untersuchungen sind: