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Elektroenzephalogramm (EEG)
Das EEG stellt eine schmerzlose und ungefährliche Methode zur Messung der Gehirnströme dar. Für die Dauer von ca. 30 Minuten werden auf der Kopfhaut kleine Metallknöpfe, die Elektroden, befestigt, mit deren Hilfe die elektrischen Impulse des Gehirns als Hirnstromkurve aufgezeichnet werden.

Veränderungen der Hirnströme
Bei Epilepsien ändert sich das EEG häufig in einer charakteristischen Art und Weise. Doch allein aufgrund des EEG kann weder eine Epilepsie sicher diagnostiziert, noch eindeutig ausgeschlossen werden.
Bei etwa der Hälfte aller Patienten sind auch in der anfallsfreien Zeit in bestimmten Hirnregionen Veränderungen zu beobachten, die für Epilepsie typisch sind. Bei ca. 15 Prozent aller Epilepsie-Patienten ist das EEG zwischen den Krampfanfällen völlig normal.
Anfallsmuster auslösen
Während die verstärkte Mehratmung (Hyperventilation) während des EEG zur Routine gehört, werden bei manchen Patienten auch gezielt Schlafentzug oder eine so genannte Photosimulation als Provokationsfaktoren eingesetzt. Unter solchen Bedingungen können Ärzte EEG-Veränderungen, wie sie für Epilepsie charakteristisch sind, hervorrufen und einer bestimmten Region des Gehirns zuordnen. Dies gilt als Hinweis auf eine umschriebene Übererregbarkeit in dieser Region.
Video-EEG
Häufig wird eine Untersuchung durchgeführt, bei der gleichzeitig mit der normalen EEG-Ableitung der Kranke von einer Videokamera gefilmt wird.
Tritt während der Untersuchung ein Anfall auf, so ergeben sich aus der Zusammenschau von Anfallszeichen und EEG-Veränderungen Hinweise auf den Ursprung der Erregung zu Beginn des Anfalls. Heutzutage gehört die Video-EEG-Untersuchung zur Standardmethode von Ärzte, die eine große Erfahrung mit der Erkennung und Behandlung von Epilepsien haben.